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    <title><![CDATA[The April 16 Archive]]></title>
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    <description><![CDATA[]]></description>
    <pubDate>Wed, 22 May 2013 19:59:24 -0400</pubDate>
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      <title><![CDATA[Der TÃ¤ter hatte zwei Stunden Zeit fÃ¼r sein Todeswerk]]></title>
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      <description><![CDATA[<div class="element-set">
    <h2>Dublin Core</h2>
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        <h3>Title</h3>
                                    <div class="element-text">Der T&Atilde;&curren;ter hatte zwei Stunden Zeit f&Atilde;&frac14;r sein Todeswerk</div>
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        <h3>Subject</h3>
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        <h3>Description</h3>
                                    <div class="element-text">18.04.2007<br />
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&lt;b&gt;Bei dem Massaker an der Universit&auml;t in Blacksburg im Bundesstaat Virginia sind noch viele Fragen offen - unter anderem das Motiv des Amokl&auml;ufers&lt;/b&gt;<br />
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WASHINGTON taz Fast wirkte es gespenstisch, wie routiniert die US-amerikanische &Ouml;ffentlichkeit mit Amoklauf in Schulen und Universit&auml;ten umgeht. Erste Handy-Bilder im Fernsehen. Kurze Zeit sp&auml;ter eine Armada von &Uuml;-Wagen und Reportern, schlie&szlig;lich die ersten best&uuml;rzten Augenzeugen, die immer wieder sagen, sie k&ouml;nnten es nicht fassen und alles sei so schrecklich.<br />
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Auch die US-Politiker wirkten traurig, aber so, als habe Leben in Amerika eben seinen Preis. Pr&auml;sident George W. Bush, Parlamentschefin Nancy Pelosi, alle sprachen sie &uuml;ber das Unfassbare, Tragische. Alles klang, wie schon manches Mal gesagt. Nur Stunden nach dem, was die US-Medien als &quot;Massaker in Blacksburg&quot; bezeichnen, schw&auml;rmten Trauerbegleiter auf den Campus der kleinen Stadt im US-Bundesstaat Virginia. Psychologen und FBI-Profiler gaben ihr Wissen in Interviews zum Besten, und erste Warnungen vor Nachahmungstaten machten die Runde.<br />
<br />
Vielleicht ist es auch nur das, was man zu einem so kaltbl&uuml;tigen Amoklauf wie dem vom Montagmorgen sagen kann. Die Sch&uuml;sse, berichteten Augenzeugen sp&auml;ter, seien so regelm&auml;&szlig;ig erfolgt, dass manche zun&auml;chst glauben, sie kommen von einer nahe gelegenen Baustelle. So, als treibe ein Kolben ein Stahlrohr in den Grund. Ein Schuss folgte dem anderen, manchmal mit Pausen. Das waren die Momente, in denen der T&auml;ter sein Magazin nachlud, um dann ebenso ruhig und regelm&auml;&szlig;ig weiter seine Kommilitonen abzuknallen.<br />
<br />
Die Bluttat sei von einem s&uuml;dkoreanischen Studenten namens Cho Seung Hui ver&uuml;bt worden, sagte der Polizeichef der Universit&auml;t, Wendell Flinchum. Der 23-J&auml;hrige habe mit einem Ausl&auml;ndervisum an der Virginia-Tech-Universit&auml;t Englisch studiert und in einem Wohnheim auf dem Campus gelebt.<br />
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Der T&auml;ter hat 33 Studierende und Professoren erschossen sowie 15 Menschen verletzt. Die Bluttat fand in einer Deutschklasse statt. Beim Eintreffen der Polizei habe sich der Sch&uuml;tze das Leben genommen, sagte Flinchum. Der junge Mann soll sich von hinten in den Kopf geschossen haben, von seinem Gesicht ist nichts mehr &uuml;brig geblieben. Zu seinem Motiv gab es keine Erkl&auml;rungen. Nichts.<br />
<br />
Vor dem Amoklauf waren am fr&uuml;hen Montagmorgen eine Studentin und ein Student in einem Wohnheim auf dem Campus get&ouml;tet worden. Die Polizei untersucht nach den Worten von Flinchum, ob beide F&auml;lle in einem Zusammenhang stehen. Eine Augenzeugin sagte, es handele sich um einen jungen Mann asiatischer Abstammung. &quot;Er war wie ein Pfadfinder gekleidet&quot;, sagte sie im Fernsehen. Schnell richtete sich die Wut vieler Studenten gegen die Polizei, die nach der ersten Schie&szlig;erei, der eine junge Frau und ein junger Mann zum Opfer fielen, eigentlich nichts unternommen hatte. Sie hatte zugelassen, dass der Lehrbetrieb fortgesetzt wurde. Weder wurde der Campus abgeriegelt, noch wurden die Studenten gesch&uuml;tzt. Der Amokl&auml;ufer hatte fast zwei Stunden Zeit, den Campus zu &uuml;berqueren und sein Todeswerk in einem anderen Geb&auml;ude der Universit&auml;t fortzusetzen. Vertreter der Universit&auml;t rechtfertigten das Verhalten damit, dass die erste Bluttat als Einzelfall bewertet wurde. Viele der Betroffenen werfen den Verantwortlichen deswegen vor, sie h&auml;tten viel zu sp&auml;t vor dem Amokl&auml;ufer gewarnt. &Uuml;berhaupt tauchte im Laufe des Montagabend noch die Nachricht auf, die Polizei habe zwei Bombenwarnungen auf dem Campus zu Beginn des Monats als Routinedrohung abgehakt und keine versch&auml;rften Sicherheitsma&szlig;nahmen angeordnet.<br />
<br />
Der Amoklauf begann einem Mitstudenten zufolge nach einem Streit des T&auml;ters mit seiner Freundin. Der Sch&uuml;tze habe seine Freundin im Streit erschossen, berichtete am Dienstag ein taiwanesischer Student in einem Interview des taiwanesischen Kabelfernsehkanals CTI aus den USA. Einen Mann, der den Streit schlichten wollte, habe er ebenfalls get&ouml;tet. Am Schwarzen Brett der Universit&auml;t hatten Studenten sp&auml;ter eine Botschaft angepinnt. &quot;Unsere Gedanken und Gebete sind bei der Technischen Universit&auml;t von Virginia und bei allen, die von den Ereignissen am 16. April betroffen sind.&quot; Das Blutbad in Blacksburg gilt als das schwerste Massaker mit Schusswaffen in der Geschichte der Vereinigten Staaten.<br />
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ADRIENNE WOLTERSDORF<br />
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&quot;mit freundlicher Genehmigung der taz - die <br />
tageszeitung&quot;<br />
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Urspr&uuml;ngliche Quelle: taz, die tageszeitung<br />
&lt;a href=&quot;http://www.taz.de/index.php?id=archiv&amp;dig=2007/04/18/a0141&quot;&gt;http://www.taz.de/index.php?id=archiv&amp;dig=2007/04/18/a0141&lt;/a&gt;</div>
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        <h3>Creator</h3>
                                    <div class="element-text">Adrienne Woltersdorf / taz Entwicklungs GmbH &amp; Co. Medien KG</div>
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        <h3>Date</h3>
                                    <div class="element-text">2007-07-01</div>
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        <h3>Contributor</h3>
                                    <div class="element-text">Adriana Seagle</div>
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        <h3>Rights</h3>
                                    <div class="element-text">Corrina Urbach (lizenzen@taz.de)</div>
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      <pubDate>Thu, 05 Jul 2007 03:09:42 -0400</pubDate>
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